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Was gibt es zum Thema "vergleichbarer Mitarbeiter" des Kundenbetriebes zu beachten?



Der Kundenbetrieb kann eine Deckelung des Branchenzuschlags verlangen. Dazu muss er jedoch Angaben zum Stundensatz eines vergleichbaren Mitarbeiters machen, soweit kein Tarifvertrag oder eine andere Betriebsvereinbarung zum Einsatz von Zeitarbeit Anwendung findet. Die Deckelung beträgt 90% des Stundensatzes eines vergleichbaren Mitarbeiters.
Wird keine Deckelung gewünscht oder sollte kein vergleichbarer Mitarbeiter existieren, wird der entsprechende Tarifvertrag Branchenzuschlag angewendet. In diesem Fall kann der Branchenzuschlag nicht auf die 90% Grenze gedeckelt werden.
Voraussetzung für das Vergleichsentgelt ist, dass mit dem vergleichbaren Mitarbeiter ein gültiges Arbeitsverhältnis besteht. Da der Kundenbetrieb für die Bereitstellung des richtigen Vergleichsentgeltes haftet, muss dieses belastbar nachgewiesen werden (z. B. bei einer Prüfung durch die Behörden). Sind mehrere vergleichbare Mitarbeiter vorhanden, so wird derjenige mit dem geringsten Basisstundenlohn als Maßstab genommen.
Im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag wird der vergleichbare Mitarbeiter anonym benannt, indem nur die Personalnummer und der Vergleichsstundensatz genannt wird.
Bei der Berechnung des Vergleichsstundensatzes sind neben dem Bruttostundenlohn, über-/außertarifliche Zulagen und 13./14. Monatsgehälter (soweit Bestandteil der regelmäßigen Bezüge) zu berücksichtigen. Nicht relevant sind: Zuschläge für Überstunden, Nacht- und Feiertagsarbeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Fahrgeld, Übernachtungs- und Verpflegungspauschalen etc..


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